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Hugo Kükelhaus - 24. März 1900 bis 5. Oktober 1984
Als gelernter Bau- und Möbelschreiner mit Meisterprüfung, als Absolvent eines humanistischen Gymnasiums und studierter Soziologe, Philosoph, Mathematiker und Physiologe, vor allem aber als Mensch, der sich für Menschen engagiert hat und sich stets mit beiden Füssen auf dem Boden der Realität bewegte, hat er uns allen einen grossen Reichtum hinterlassen, der uns Grundlage sein kann, «das Leben zu leben».

«Wir lernen nur durch eigenes Tun».

Hugo Kükelhaus hat mit dem «Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne» Stationen geschaffen, die es uns ermöglichen, die Gesetzlichkeit der Natur im Äussern, aber auch im eigenen Organismus zu entdecken und anzuerkennen. Seine Bücher und ein vielfältiges Schrifttum weisen auf Erkenntnis, die grosse Zusammenhänge aufzeigt.

Lebensdaten 1900-1984
1900
24. März; Hugo Kükelhaus wird in Essen geboren.
Vater: Hugo Kükelhaus, Schriftsteller, mittelständischer Wirtschaftspolitiker.
Mutter: Marie Kükelhaus-Hovestadt.
Zwei Schwestern, zwei Brüder, Heinz und Hermann, beide Schriftsteller.

1919
Abschluss des humanistischen Gymnasiums. Anschliessend Lehr- und Wanderjahre als Bau- und Möbelschreiner in Deutschland, Skandinavien und im Baltikum.

1925
Meisterprüfung. Studium in Soziologie, Philosophie und Mathematik/Logik, Physiologie in Heidelberg, Königsberg und Münster.

1930
Heirat mit Emilie, geb. Scharpenack; ein Sohn, Friedrich, eine Tochter, Barbara.

1931
Nach dem Tod seines Vaters Übernahme und bis 1943 Herausgeber der Zeitschrift «Das Tischlergewerk». 1948–1956 freier Mitarbeiter der Publikation.

1934
Erste Buchpublikation: «Urzahl und Gebärde» und erste eigene Möbelentwürfe.

ab 1934
Mitarbeit im Alfred Metzner Verlag, Berlin, als Herausgeber. «Schriften zur deutschen Handwerkskunst»; «Die deutsche Warenkunde»

1939–1945
Pioniersoldat, zeitweise freigestellt zur handwerklichen Schulung und Rehabilitation körperbehinderter Verwundeter in Lazaretten und Genesungsheimen. Mitglied des Widerstands-kreises um Fritz Diethof Graf von der Schulenburg.

1939
Herstellung der «Greiflinge» eines Sortiments von Holzspielzeugen für Kleinstkinder. Hugo Kükelhaus beschäftigt sich zeitlebens mit dem Kind und seiner Entwicklung.

1940–1941
Freigestellt als Landeshandwerkspfleger von Schlesien in Breslau. Freiberufliche Tätigkeit als Bildhauer, Graphiker und Maler.

1949
Flucht aus der Ostzone in den Westen.

1950–1953
Lehrtätigkeit an der Werkkunstschule in Münster (Heute Fachhochschule für Design).

1954
Umzug nach Soest.
Freiberufliche Tätigkeit als Schriftsteller, Pädagoge, Architekt, Philosoph und bildender Künstler. Berater und Planer für organgerechte Bauweisen bei Klinik-, Heim- und Schulbauten.
Schulhöfe sollen die Phantasie und Entdeckungsfreude der Schüler erhalten und fördern.
Hugo Kükelhaus wehrte sich gegen «unmenschliche Architektur» und wandte sich gegen asphaltierte Schulplätze und monotone Schulgebäude.

1967
Beteiligung an der Weltausstellung in Montreal mit 12 Spiel- und Erfahrungsgeräten des «naturkundlichen Spielwerkes» sowie an der 2. Internationalen Schulausstellung in Dortmund. Die Spiel- und Erfahrungsgeräte erweitert er nach und nach auf über 30 Stationen aus.

1975
Erste Präsentation des «Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne» bei der Internationalen Handwerksausstellung «EXEMPLA» in München; seitdem Wanderausstellungen des «Erfahrungsfeldes» in verschiedenen Städten in Deutschland, Holland, Österreich und der Schweiz. Heute mehrere stationäre «Erfahrungsfelder» in Deutschland und seit Anfang 2004 im Rüttihubelbad bei Walkringen/Schweiz.
Hugo Kükelhaus gelingt es, unsere Sinne zu erfrischen und im gleichen Zuge unseren gesamten Organismus anzusprechen. «Das Auge sieht, das Ohr hört, die Nase riecht, die Haut fühlt, die Finger tasten, der Fuss (ver)steht, die Hand (be)greift, das Hirn denkt, die Lunge atmet, das Blut pulst, der Körper schwingt ...»

1977
Gründung des Arbeitskreises für eine organgesetzliche Lebensgestaltung «Organismus und Technik» in Deutschland und der Schweiz.

1978
Verleihung des Konrad-von-Soest-Preises des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

1982–1984
Planung und Bau des «Hauses Graubner» in Herrischried/
Südschwarzwald mit Wolfram Graubner.

1984
Vom 1. Juli bis zum 26. August realisiert Hugo Kükelhaus in Zusammenarbeit mit Jolanda Rodio, der Gründerin der Kulturmühle Lützelflüh seine letzte grosse Ausstellung. Das «Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne» wurde von mehr als 25‘000 Personen besucht und für die Kulturmühle Lützelflüh in der über 30jährigen Geschichte die erfolgreichste Ausstellung.

1984
5. Oktober; Hugo Kükelhaus stirbt in Herrischried im
Schwarzwald.

 

Die Bibliographie über Hugo Kükelhaus, zusammengestellt vom Stadtarchiv Soest, 1996, umfasst über 70 selbständige Schriften sowie mehr als 180 schriftliche Beiträge.

 

zitat
kulturmühle • ch–3432 lützelflüh • tel. +41(0)34 461 81 21 • info[at]kuekelhaus.ch
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