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Garten der Sinne – Ein Garten der Sinn macht!
Hugo Kükelhaus (24. März 1900 – 5. Oktober 1984) war ein universaler Denker, der auf zentrale Probleme unserer Zeit aufmerksam gemacht hat. Als Philosoph und Praktiker (gelernter Tischler; Architekt) hat er immer wieder auf Wege zur Überwindung «unserer» Probleme hingewiesen. Er sah den Menschen der modernen, technischen Zivilisation gegenüber seinen leiblichen und seelischen Kräften verarmen und aus dem Lot geraten.

Hugo Kükelhaus wollte der immer eintöniger werdenden Umwelt, die den Sinnen nichts zu «tun» übrig lässt und den grundlegenden körperlichen Erfahrungs- und Entfaltungsmöglichkeiten immer weniger (Spiel)Raum gibt ein «Sinn-volles» Betätigungsfeld entgegensetzen. Kükelhaus sprach in diesem Zusammenhang von «Lebensentzug», der in seinen Augen mit der künstlichen Reizüberflutung entsteht, die durch die Überforderung bestimmter Sinne wie Sehen und Hören zum Abbau einer differenzierten Wahrnehmungsfähigkeit beiträgt. Unermüdlich zeigte er die verheerenden Folgen für das menschliche Verhalten in allen Bezügen auf – zu sich selbst, zu den Mitmenschen, zu Natur und Technik.

1967 beteiligte sich Hugo Kükelhaus an der Weltausstellung in Montreal mit 12 Spiel- und Erfahrungsgeräten des «naturkundlichen Spielwerkes». Später erweiterte er das Angebot auf über 30 Geräte.

1975 präsentierte er das erste «Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne» bei der Internationalen Handwerksausstellung «EXEMPLA» in München. Es folgten weitere «Erfahrungsfelder» in Deutschland, Holland, Österreich und der Schweiz. So auch in der Kulturmühle Lützelflüh, wo er im Sommer 1984 seine letzte grosse Ausstellung im Rahmen eines «Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne» realisierte.

Die rund um die Kulturmühle frei zugänglichen Objekte wie Drehscheiben; Doppelschaukel in der Holzbrücke; Summsteine; Balancierscheibe vor der Holzbrücke sind Zeugen seines Erfahrungsfeldes von 1984. Seit 2004 ist im Rüttihubelbad bei Walkringen ein stationäres «Erfahrungsfeld», das Sensorium (www.sensorium.ch) zugänglich.

Der «Garten der Sinne» hier in der Kulturmühle will in Zusammenarbeit mit dem Gärtner und Biologen Niklaus von Fischer, den fünf Sinnen Raum geben, die in Verbindung von traditioneller Gartenkultur und kükelhausscher Sinnlichkeit sichtbar wird.

Zu den fünf Sinnen:
«Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht»
Riechen – Traditionelle Würz- und Teekräuter im Bauerngarten

Pdf zum Thema «Traditionelle Würz- und Teekräuter im Bauerngarten»

«Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm»
Schmecken - alte Obst- und Beerensorten
«Pro Specie Rara»

«Wer Augen hat zum sehen, für den ist die Welt voll Wunder»
Sehen - Blumen und Stauden im Bauerngarten
Pdf zum Thema «
Emmentaler Bauerngarten»

«Mit spitzen Ohren»
Hören - Ihre Ohren werden Augen machen.
Wie nehmen Sie an den einzelnen Orten das Geräusch des Wassers wahr?

«Für Dich ginge ich Barfuss durchs Feuer»
Tasten - Treten Sie ein in den Garten der Sinne.
Begehen Sie den Garten Barfuss. So erfahren Sie am eindrücklichsten, dass der «Garten der Sinne» – ein Garten ist, der Sinn macht und Ihre Sinne anregt.

Wir freuen uns, dass Sie hier sind – Herzlich willkommen!


zitat
kulturmühle • ch–3432 lützelflüh • tel. +41(0)34 461 81 21 • info[at]kuekelhaus.ch
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